Pressemitteilung

Über acht Millionen Euro für den Städtebau im Landkreis


Stuttgarter Wirtschaftsministerium gibt Fördergelder für 2019 bekannt: 2 Millionen Euro für Waldhäuser Ost. MdL Lede Abal: „Wohnqualität ist Lebensqualität – wir gehen das an.“

STUTTGART/TÜBINGEN. 8,22 Millionen Euro für Städtebau-Projekte werden im Jahr 2019 in den Landkreis Tübingen fließen. Diese Zahlen hat das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau heute veröffentlicht. Allein 2 Millionen sind für die Tübinger Nordstadt bestimmt, wo Waldhäuser Ost als „Soziale Stadt“ aufgewertet wird. Weitere Fördergelder gehen an Bodelshausen, Dußlingen, Gomaringen, Kirchentellinsfurt, Mössingen, Nehren, Ofterdingen, Rottenburg und nach Tübingen für ein zweites Projekt. „Ich freue mich, dass es durch die Förderung so gute Unterstützung für die Ideen bei uns im Kreis gibt“, sagt Daniel Lede Abal, der Landtagsabgeordnete der Grünen für den Kreis Tübingen. „So können wir vor Ort wirklich etwas erreichen und gestalten! Wenn wir dafür sorgen, dass Ortschaften, Stadtviertel und Quartiere lebenswert sind, dann macht das für sehr viele Menschen einen spürbaren Unterschied in ihrem Alltag. Im Städtebau setzen wir politische Ziele um, bringen Ökologie und Soziales zusammen. Wir erhalten unsere Kommunen und machen sie zukunftsfähig.“

Tübingens unübersehbare höchste Häuser auf Waldhäuser Ost (WHO) sind in die Jahre gekommen. Deswegen soll das ganze Gebiet WHO aufgewertet und an heutige Standards angepasst werden. Dabei geht es um bauliche und auch um soziale Verbesserungen. Energetische Sanierungen der Gebäude stehen ebenso auf der Planungsliste wie ökologische Aufwertung der Freiflächen, ein besseres und barrierefreies Wegenetz, eine Verbesserung der Situation für Radler und Fußgänger, Wohnformen für Wohnen im Alter. Auch das Zentrum des Wohngebiets und die Nahversorgung, Treffpunkte und Einrichtungen sollen verbessert und gestärkt werden. „Gerade in WHO können wir ökologische und soziale Ziele gut verbinden. Ich freue mich, dass das Projekt mit der Förderzusage nun Rückenwind bekommt“, sagt Lede Abal.

Summen zwischen 250.000 und 900.000 Euro vergibt das Wirtschaftsministerium für zehn weitere Projekte in Stadt und Kreis. Tübingens südliches Stadtzentrum erhält 900.000 Euro Förderung, der lange und mit Bürgerbeteiligung geplante Umbau von Europaplatz und Busbahnhof gehört dazu. Bodelshausen kann mit 600.000 Euro das Projekt „Ortsmitte III“ voranbringen: Dort wird der Ortskern neu gestaltet und erweitert, nachdem eine größere Gewerbefläche freiwurde – auch mit besseren Einkaufsmöglichkeiten. Mit 500.000 Euro Förderung kann Dußlingen entlang der B27 arbeiten. Gomaringen bekommt 800.000 Euro für die Arbeiten am Projekt „Ortsmitte III“ und weitere 675.000 Euro für den Neubau eines Jugendhauses mit Funpark. Die Arbeiten im Kirchentellinsfurter Ortskern werden mit 600.000 Euro unterstützt. 800.000 Euro gibt es für das Projekt „Innenstadt II“ in Mössingen, wo Gebäude und öffentliche Flächen aufgewertet und Leerstände aktiviert werden sollen. Für den Nehrener Ortskern gibt es ebenfalls 500.000 Euro Förderung. In Ofterdingen heißt das Projekt „Ortsmitte III“, ein Lebensmittelmarkt und zusätzliche Wohnbebauung sollen eine zentrumsnahe Brachfläche beleben, 250.000 Euro kommen als Förderung. Auch in Rottenburg wird das Stadtbild aufgewertet: das Areal rund um den Bahnhof und auch seine Anbindung an die Altstadt mit östlicher Königstraße. Die Förderung beträgt hier 600.000 Euro.  

Indem man Städtebau fördert, transportiert man viele ökologische Gedanken und Ziele der grün-geführten Landesregierung in die Praxis: neuen Wohnraum zu schaffen, möglichst energieeffizient zu bauen und zu sanieren, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. „Weil wir eine nachhaltige Baupolitik wollen, gilt für uns Grüne immer: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Das bedeutet, wir wollen zuerst im Zentrum bauen und dort ungenutzte Flächen zu Bauflächen umwidmen – so können wir wertvolle Grünflächen im Außenbereich schützen“, erklärt Lede Abal. Noch ein wichtiges politisches Ziel wird mit Städtebau-Förderung vorangebracht: „Angesichts des demografischen Wandels stärken wir die Kommunen. Im ländlichen Raum sind die Ortskerne die Herzkammern“, sagt Lede Abal. „Dort wollen wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren, Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen und all das fördern, was Leben in den Ortskern bringt und dort hält.“

Das Ministerium hat heute insgesamt 257,4 Millionen Euro für 379 städtebauliche Projekte in ganz Baden-Württemberg vergeben, eine Rekordsumme. Davon kommen 100,8 Millionen Euro vom Bund. Klarer Schwerpunkt war es dieses Jahr, Wohnraum zu schaffen. Städtebauförderung gilt zugleich auch als Wirtschaftsmotor, weil sie private Investitionen auslöst, Arbeitsplätze schafft und das regionale Handwerk vielerorts sehr profitiert.

Hintergrund-Informationen rund um die Städtebauförderung gibt es unter
https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/ministerium-fuer-wirtschaft-arbeit-und-wohnungsbau-bewilligt-2574-millionen-euro-fuer-379-staedtebaul/ 

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