Pressemitteilung

Theater macht Schule – Kooperation von Landestheater Tübingen mit Schulen wird finanziell ausgebaut

Theater macht Schule: Mit dem Projekt der sogenannten „Klassenzimmerstücke“ hat das Landestheater in Tübingen ein Format aufgegriffen und weiterentwickelt, das Schülerinnen und Schülern unmittelbare Theatererfahrungen im schulischen Lernraum ermöglicht. Die Grüne Landtagsfraktion hat sich dafür eingesetzt, dass dieses Projekt unter dem Titel „100 Klassenzimmer“ vom Land mit insgesamt 76.000 Euro finanziell unterstützt wird und von den drei Landesbühnen in Bruchsal, Esslingen und Tübingen in die Fläche getragen werden kann.

Daniel Lede Abal, Mitglied des Landtags für den Wahlkreis Tübingen, ist über diese Förderung sehr erfreut und erklärt: „Die Landesbühnen bespielen mit ihrem Programm nicht nur die Stadt Tübingen, sondern auch unsere ganze Region und tragen so dazu bei, dass es überall im Land wohnortnahe Theaterangebote gibt.“

Der Intendant des Landestheaters Tübingen, Thorsten Weckherlin ergänzt: „Junge Menschen an Theater heranzuführen, ist schon immer das Ziel unserer Arbeit gewesen. Dafür haben wir das ‚Junge LTT‘. Und zur Funktion von Theaterkunst im Klassenzimmer kann ich nur sagen, es ist wie im Theatersaal: man wird mehr!“

Die Klassenzimmerstücke funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Zwei Schauspieler kommen in den Unterricht und machen dort Theater. Die Mittel, die sie dabei nutzen, sind die des „alten“ Theaters: Das Erzählen, die spielerische Fiktion, das Fantasieren. Klassenräume verwandeln sich in andere Welten. Dabei wird die jugendliche Lebenswirklichkeit aufgegriffen und auch anhand alter Stücke wie Goethes Werther beschrieben.

Der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Manfred Kern, ist überzeugt, „dass kulturelle Bildung vor Ort in der direkten Zusammenarbeit  zwischen den Schulen und Kulturinstitutionen am besten gelingt. Wir sehen die Landesbühnen in als ideale Partner für diese Aufgaben. Ihre theaterpädagogischen Angebote leisten kulturelle Basisarbeit im ganzen Land.“

Daniel Lede Abal weiter: „Das Landestheater in Tübingen bietet seit vielen Jahren Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, im Theater ihre Kreativität und Wahrnehmung zu schulen. Damit ist sie eine der wichtigen außerschulischen Bildungseinrichtungen in der Stadt und der Region.“

Wegen ihrer besonderen Aufgabenstellung werden die Landestheater überwiegend vom Land finanziert, nämlich mit rund 70 Prozent des Gesamtbudgets; der Rest wird von kommunaler Seite aufgebracht.

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