Pressemitteilung

Lede Abal zu Boris Palmer: „Überlegen, ob er Oberbürgermeister bleiben kann“

Oberbürgermeister Boris Palmer hat ein Problem damit, dass die Bahn mit Menschen verschiedener Hautfarben Werbung macht. MdL Lede Abal: „Einfach völlig daneben.“

TÜBINGEN / STUTTGART. Einen Shitstorm hat der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer am heutigen Dienstag provoziert. Auf seinem Facebook-Profil fragte er: „Welche Gesellschaft soll das abbilden?“ Er zeigte hierzu einen Screenshot der Internet-Seite der deutschen Bahn, wo die Bahn fünf verschiedene Fotos von Bahn-Passagieren kombiniert hatte. Auf diesen Bildern waren Menschen verschiedener Hautfarben zu sehen. Daniel Lede Abal, der Tübinger Landtagsabgeordnete der Grünen, antwortet auf Palmers Frage: „Das ist das Deutschland, das dem Tübinger OB offenbar fremd geblieben ist.“

Lede Abal ist Sprecher für Migration und Integration, also der für Integration zuständige Fachmann der Landtagsfraktion. Er sagt: „Schade, dass der Tübinger Oberbürgermeister ein Problem mit einer Gesellschaft hat, in der ein Migrationshintergrund immer normaler wird. In den kommenden Jahren wird der Anteil noch größer werden – das sind einfach Tatsachen. Wenn er als Oberbürgermeister mit so einer Stadtgesellschaft nicht zurechtkommt, sollte er sich jetzt überlegen, ob er Oberbürgermeister bleiben kann.“

Lede Abal sagte außerdem: „Ich habe weder Lust noch Zeit, auf jede Provokation von Boris Palmer zu reagieren. Aber das heute ist einfach völlig daneben. Palmer scheint in einer vielfältig werdenden Gesellschaft zunehmend seine Orientierung zu verlieren. Seine fortgesetzten Ausfälle werfen die Frage auf, ob sich wirklich alle Menschen in dieser Stadt willkommen und heimisch fühlen dürfen. Im Moment sind sich viele nicht einmal sicher, dass ihnen das Stadtoberhaupt unvoreingenommen begegnet. Das ist nicht der Anspruch, den ich an einen Oberbürgermeister habe. Und mit großer Sicherheit ist das auch nicht der Anspruch, mit dem er selbst damals als Kandidat für Tübingen angetreten ist.“ 

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