Wahlkreis Tübingen

Weichen stellen für den Wald der Zukunft

 

Was macht der Klimawandel mit dem Schönbuch? Dafür haben sich am 2. August rund 30 Gäste interessiert, die zu unserem ersten Sommertermin in der Reihe „Klimawandel in der Region“ gekommen sind. Wir sind gute drei Stunden von Bebenhausen aus durch den Schönbuch gewandert, kundig geführt von Götz Graf Bülow aus der Abteilung Forst im Landratsamt (herzlichen Dank!).

Er hat uns gezeigt, wo überall im Wald die besonders heißen und trockenen Sommer der letzten Jahre schon ihre Spuren hinterlassen haben. Borkenkäfer haben Fichten vernichtet. Und die namensgebende Buche stirbt daran, dass sich in der tonhaltigen Erde Sprünge bilden, wenn es heiß und trocken ist – das beschädigt die Wurzeln.

Graf Bülow hat uns erklärt, was das Besondere an unseren Buchenwäldern ist, auch im Vergleich zu Eichenwäldern. Die Baum-Arten und die von ihnen geprägten Wälder reagieren ganz unterschiedlich auf die neuen Bedingungen. Die Eiche kommt derzeit besser mit Hitze und Trockenheit klar. Es wird auch schon darüber nachgedacht, mit anderen, nicht heimischen Arten aufzuforsten.

Und wie geht es weiter? Je nachdem, wie sich Wetter und Klima in den kommenden Jahren noch entwickeln, sind verschiedene Szenarien denkbar.
Wir müssen bald Weichen stellen und Grundsatz-Entscheidungen treffen. Und das hat enorme, weit reichende Folgen: Beim Wald geht es dann um Zeiträume von 50 oder 100 Jahren.

Es war ein spannender und informativer Vormittag. Danke an alle, die dabei waren und mitdiskutiert haben!

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