Wahlkreis Tübingen

Unterwegs im Wahlkreis –

Waldhäuser Ost auf dem Weg zur „sozialen Stadt“



Wie sieht Tübingen in ein paar Jahren aus? Und wie sorgen wir dafür, dass sich die Stadt und ihre Quartiere auf eine gute, lebenswerte Art weiterentwickeln? Das haben wir am Wochenende diskutiert, und zwar an ganz konkreten Orten: am 23. November bei einem Rundgang durch den Tübinger Teilort Waldhäuser Ost, kurz „WHO“ genannt. Eingeladen hatte dazu die Tübinger Gemeinderatsfraktion AL / Grüne (vielen Dank!). Der grüne Bundestagsabgeordnete Chris Kühn und ich waren mit dabei.

WHO hat richtig gute Voraussetzungen, um sich zu entwickeln. Denn der Stadtteil wird seit diesem Jahr über das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Und das ist keine der Standard-Förderungen aus dem Bereich Städtebau, die sich nur um Bauliches kümmern. Bei diesem Projekt werden ganz gezielt auch die Bewohner*innen beteiligt. Es geht darum, gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dabei werden die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte bewusst mit berücksichtigt.

Es war ein guter Überblick, den wir gemeinsam mit 15 Interessierten beim Rundgang bekommen haben. Los ging es am Hallenbad Nord, vorbei an der Grundschule und am Kindergarten, dann bis zur Markthalle und zurück über den Schafbrühl und die Geschwister-Scholl-Schule. Für die spannenden Infos unterwegs sorgten eine aktive Stadträtin, ein langjähriger Stadtrat und ein Ortsbeirat der AL/Grüne-Fraktion: Susanne Bächer, Johannes Beleg und Gebhard Weber-Keinath. Wir sind vor vielen baulichen Herausforderungen gestanden – und an den konkreten Beispielen haben wir dann diskutiert, wie hier städtebaulich gestaltet werden könnte.

Susanne Bächer berichtete der Gruppe, was derzeit konkret getan wird von Seiten der Stadt. Neben dem Programm „Soziale Stadt“ und seinen Umsetzungs-Schritten ging es auch um die Tübinger Konzeption „Fairer Wohnen“. Chris Kühn ist Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Grünen im Bundestag. Er verspricht sich einiges: „Waldhäuser Ost wird durch das Programm ‚Soziale Stadt‘ stark profitieren. Hier wird eben nicht nur das Bauen gefördert. Dank der Quartiersarbeit geht es auch um die Menschen und das Zusammenleben. Ich bin froh, dass Tübingen jetzt das Programm ‚Soziale Stadt‘ umsetzt. Waldhäuser Ost ist dafür der passende Ort.“

Mir persönlich ist wichtig, dass wir dort Kinder- und Familienzentren etablieren, für die das Land auch gute Unterstützungsmöglichkeiten bietet. Denn so ein Kinder- und Familienzentrum ist viel mehr als eine reine Kindertagesbetreuung. Dort können wir auch Beratung, Bildung und Begleitung anbieten. Ein solches Zentrum ist ein Raum für Begegnungen. Deswegen kann es die Lebensqualität ganzer Familien verbessern.

Alle waren sich einig: Wenn WHO weiterentwickelt wird, soll dabei auch der Klimaschutz eine bedeutende Rolle spielen. Wichtig war uns außerdem, dass das Beteiligungsverfahren für die Bürger gut umgesetzt wird, dass es möglichst breit in der Gesellschaft verankert und transparent gestaltet werden soll. Viele Akteure und Themen sollen mit an den Tisch: Genossenschaften, Regionalstadtbahn, GWG, Schulentwicklung und Stadtentwicklung.

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