Wahlkreis Tübingen

Sommertour: Besuch im Universitätsklinikum

Sommerferien sind Besuchszeit! Heute war ich zu Gast im Universitätsklinikum Tübingen. Prof. Michael Bamberg, der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, hat einen Teil seiner Führungskräfte versammelt, um mich über die aktuell wichtigen Themen im Klinikum zu informieren. Vielen Dank für die Einladung und die offenen Gespräche. Ich habe einiges mitgenommen.

 

Ganz wichtig: das Bauen. Das Klinikum kommt derzeit gut voran mit seinem Masterplan. Neubauten, Sanierungen und Umbauten sind darin koordiniert. Ganz klar: Damit das weiterhin gelingt, muss das Land in den kommenden Jahren entsprechend Geld ausgeben. Ich persönlich war sehr beeindruckt vom „Campus für psychische Gesundheit“, der im Bereich der Kliniken Tal entsteht.

 

Ebenfalls wichtig: die Erreichbarkeit. Etliche Kliniken liegen nun mal auf dem Schnarrenberg. Das macht es kompliziert für die Beschäftigten ebenso wie für Patienten und Angehörige, die dort hinauf müssen. Aber auch im Tal ist es nicht viel besser. Offenbar entscheiden sich immer öfter Fachkräfte (die man eigentlich dringend bräuchte) gegen die Tübinger Klinik als Arbeitgeber, weil sie nicht bezahlbar wohnen können oder aber keinen Parkplatz am Klinikum bekommen – die sind absolut Mangelware. Da sehe ich mittelfristig nur eine Lösung: die Regionalstadtbahn. Und zwar mit der Innenstadt-Strecke, bis hinauf zu den Berg-Kliniken. Gute Idee, dass die Unikliniken parallel Wohnheime bauen, auch das kann die Lage entspannen.

 

Immer wichtiger: das Personal. Die Unikliniken ringen um Fachkräfte und werben deswegen gezielt auch im Ausland. Mit erheblichem Aufwand und auch mit Erfolg: Etwa drei von vier international angeworbenen Fachkräften bleiben im Unternehmen, das ist eine sehr hohe Quote und wohl der intensiven Betreuung zu verdanken. Aber die formalen Hürden sind noch zu hoch. In diesem Punkt haben die Experten der Klinik heute bestätigt, was auch wir sagen: Das aktuelle Einwanderungsgesetz macht es den Leuten unnötig schwer – die Abläufe in der Praxis leider ebenso. Das müssen wir dringend ändern. Wir brauchen Zuwanderung auf unserem Arbeitsmarkt.

 

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