Pressemitteilung aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 11. Oktober:

Mehr Frauen in die Wissenschaft: Zehn angehende Professorinnen
in Margarete von Wrangell-Programm aufgenommen

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Hervorragend qualifi-
zierte Frauen sollen beste Karriereaussichten in Wissenschaft und
Forschung bekommen“

Förderung für Wissenschaftlerinnen aus Freiburg, Heidelberg,
Karlsruhe, Ludwigsburg, Stuttgart und Tübingen


Baden-Württemberg braucht noch mehr Professorinnen – das Margarete von
Wrangell-Programm das Wissenschaftsministeriums bleibt ein wirksames und
beliebtes Mittel, die Anzahl von Professorinnen im Land zu erhöhen. Zehn wei-
tere Wissenschaftlerinnen werden ab Herbst 2021 an den Universitäten Frei-
burg, Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen und der Pädagogischen Hoch-
schule Ludwigsburg lehren und forschen. Eine Wissenschaftlerin der Universität
Konstanz wird assoziiert. Eine Wissenschaftlerin der Universität Konstanz wird
assoziiert und kann am Netzwerk teilhaben.

„Ich freue mich über das rege Interesse an dem Programm und gratuliere den
neu in die Förderung aufgenommenen Wissenschaftlerinnen sehr herzlich. Mit
der Neuausrichtung des Programms und Öffnung über die Habilitation hinaus
wollen wir das Programm zukunftsweisend aufstellen und dadurch noch mehr
Wissenschaftlerinnen für diesen Beruf gewinnen“, sagte Wissenschaftsministe-
rin Theresia Bauer am Montag (11. Oktober) in Stuttgart. „Mehr hervorragend
qualifizierte Frauen sollen beste Karriereaussichten in Wissenschaft und For-
schung bekommen. Das ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung.“

Die Wissenschaftlerinnen durchliefen ein strenges Auswahlverfahren. Von den
68 überwiegend hochkarätigen Anträgen von Bewerberinnen konnten nur 10
aufgenommen werden. Damit liegt die Bewilligungsquote bei 15 Prozent. Fol-
gende Fellows überzeugten die Jury durch ihre hervorragenden Forschungs-
konzepte:

- Dr. Ana Belén Amado Rey (Mikrosystemtechnik), Universität Freiburg
- Dr. Johanna Ricarda Bruckner (Physikalische Chemie), Universität Stutt-
gart
- Dr. Lara Ditrich (Psychologie), Universität Tübingen
- Dr. Isabel Gugel (Neurochirurgie), Universität Tübingen
- Dr. Kathrin Menberg (Angewandte Geowissenschaften), Karlsruher Insti-
tut für Technologie
- Dr. Anne-Christine Mupepele (Ökologie), Universität Freiburg
- Dr. Katharina Reschke (Psychologie), Universität Heidelberg
- Dr. Lilith Rüschenpöhler (Didaktik der Chemie), Pädagogische Hoch-
schule Ludwigsburg
- Dr. Kathrin Schag (Experimentelle Psychosomatische Medizin), Universi-
tät Tübingen
- Dr. Katharina Wolf (Neurologie), Universität Freiburg

Unter den Bewerberinnen konnte sich Dr. Sarah Legner von der Universität
Konstanz assoziieren. Sie erhält eine ideelle Förderung durch das Programm
und kann am Netzwerk und an den angebotenen Veranstaltungen teilnehmen.

Im Programm erhalten die Wrangell-Wissenschaftlerinnen auch Gelegenheit,
Verantwortung in Lehre und innerhalb der Fakultät zu übernehmen. Sie sind mit
vier Semesterwochenstunden in die Lehre eingebunden und sind befugt, Dokto-
randinnen und Doktoranden zur Promotion zu führen. Zudem können sie in spe-
ziell für sie zugeschnittenen Trainings Kompetenzen für ihre Zukunft als Profes-
sorin erwerben.

Das Programm bietet eine verlässliche Forschungsperspektive in der Regel für
bis zu fünf Jahre: drei Jahre werden üblicherweise durch das Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gemeinsam je zu 50
Prozent mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert, zwei weitere Jahre
trägt die jeweilige Hochschule. Für Fellows im medizinisch-klinischen Bereich
(mit Facharztvoraussetzung) beträgt die Förderdauer sechs Jahre: vier Jahre
üblicherweise durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
und den ESF und zwei Jahre durch die jeweilige Hochschule.

Im Rahmen der Ausschreibung 2020 wurde das Programm neu aufgestellt. Mit
der Neuauflage des Programms wurde die Beschränkung auf Habilitationsver-
fahren aufgehoben. In die Förderung des MvW-Programms können nunmehr
alle Wissenschaftlerinnen aufgenommen werden, die nach dem erfolgreichen
Abschluss ihrer Promotion eine Hochschulprofessur anstreben.

Weitere Informationen:

Margarete von Wrangell-Programm
Seit 1997 schreibt das Land zur Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftle-
rinnen das Margarete von Wrangell-Programm aus. In bislang 18 Ausschrei-
bungsrunden konnten insgesamt 212 Wissenschaftlerinnen aus den Geistes-
und Sozialwissenschaften, Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften in die
Förderung aufgenommen werden. Basierend auf zwei internen und mindestens
zwei externen Gutachten trifft ein Gremium aus Expertinnen, die auf verschie-
denen Wissenschaftsgebieten ausgewiesenen sind und das gesamte Spektrum
der Disziplinen und Hochschularten repräsentieren, Förderempfehlungen.

Das Förderprogramm ist nach der ersten ordentlichen Professorin an einer
deutschen Universität benannt. Margarete von Wrangell (1877-1932) hatte An-
fang des 20. Jahrhunderts in Leipzig und Tübingen Chemie studiert und wurde
1923 nach ihrer Habilitierung an der Universität Hohenheim (damals Landwirt-
schaftliche Hochschule Hohenheim) auf die dortige Professur für Pflanzener-
nährung berufen. Dort leitete sie bis zu ihrem Tod das gleichnamige Institut.

Weitere Informationen zum Programm unter: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de
/forschung/forschungsfoerderung/wissenschaftlicher-nachwuchs/foerderung-des-
wissenschaftlichen-nachwuchses/

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