Wahlkreis Tübingen

Gemeinschaftsschulen auf Erfolgskurs

Wir schreiben die Woche der Gemeinschaftsschulen – also habe ich eine besucht und mich erkundigt, wie es so läuft; bei den Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei den Lehrerinnen und Lehrern. Ich war in der Gemeinschaftsschule Ammerbuch, die ja seit etwa einem Jahr in ihrem Neubau am westlichen Ortsrand von Entringen angesiedelt ist.

Die ersten Eindrücke gab es in einer neunten Klasse. Die Jugendlichen haben diesem Abgeordneten direkt erzählt, was man noch tun könnte, damit sie sich auf dem Schulhof noch wohler fühlen. Und natürlich haben wir auch über ihre Schulform gesprochen. Klar, die jungen Leute haben nur ihr eigenes Erleben und keinen direkten Vergleich. Aber trotzdem schön zu erfahren, dass viele überzeugt sind: Diese Schule und diese Art zu lernen sei das Richtige für sie. Dort können sie einfach gut lernen.

Auch die Schulleitung berichtet Positives. Offenbar hat gleich die erste Anmeldephase am neuen Standort der Schule einen Sprung nach vorn beschert: Im Sommer 2019 kamen so viele Kinder, dass es nun drei fünfte Klassen gibt, bisher nur zwei. Die nächsten Anmeldungen starten bald, und es wird spannend sein zu sehen, ob sich der Trend fortsetzt und wie weit die Zahlen noch steigen. Mit den neuen Zahlen wird man dann noch besser entscheiden können, wie es am Standort weitergehen soll.

Ammerbuch ist aus meiner Sicht ein sehr schönes Beispiel, wie eine solche Schule zum Erfolg wird. Zumal das Thema Schule in Ammerbuch ja lange schwierig war – viele Jahre wurde über den Standort einer weiterführenden Schule debattiert. Erst als klar war, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule kommt, hat Ammerbuch sich für die heutige Schule entschieden, ein Mega-Projekt für die Gemeinde. Die Gemeinschaftsschule als Modell und der Neubau kamen also im Doppelpack. Umso schöner, dass sich jetzt schon abzeichnet, wie gut das Angebot angenommen wird. Die Schülerzahlen sind ein deutliches Signal.

Mich freut es, zu sehen, wie so ein Schulalltag funktioniert – und zwar für alle, für die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und natürlich auch die Eltern. Schön, wie viele Gedanken sich die Verantwortlichen dort machen; beispielsweise gibt es Unterstützung bei der Suche nach einer Ausbildung oder einem Arbeitsplatz.

Das bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass wir mit der Gemeinschaftsschule ein sehr gutes Konzept in die Praxis begleitet haben. Schon vor einigen Tagen war ich zu Gast beim Verein für Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg, als er sich zu seiner Jahrestagung in Pliezhausen getroffen hat. Bei diesen Tagungen geht es regelmäßig um die konzeptionelle Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen. Menschen, die viel davon verstehen, erarbeiten dort neue Perspektiven. Thema dieses Jahr war eine Frage: „Was ist gute Bildung?“ Ich schätze diesen Verein und seine Arbeit sehr! Deswegen unterstützen viele Grüne und auch ich persönlich diesen Verein und die Gemeinschaftsschulen im Land.

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