Wahlkreis Tübingen

Zur Reaktion der SPD auf den Vorschlag zur Tieferlegung der B27 OU Ofterdingen erklären Chris Kühn, MdB, Daniel Lede Abal, MdL und Thomas Poreski, MdL:

"Wir sind enttäuscht, dass die SPD nicht zu einem konstruktiven Dialog über die Probleme bei der Ortsumfahrung Ofterdingen in der Lage war. Statt Druck auf den zuständigen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zu machen und den ökologischen Wahnsinn im Steinlachtal zu verhindern, profiliert sich die SPD leider als eine Partei, die verkehrs- und klimapolitisch im Gestern verhaftet bleibt.

Die vorliegende Variante ist die ökologisch schädlichste, mit dem höchsten Flächenverbrauch. Klimaschutz und Nachhaltigkeitskriterien werden zu wenig berücksichtigt. Gerade in Zeiten von Klimaschutz kann es kein "Weiter-So" im Straßenbau geben. Im Planfeststellungsverfahren müssen verschiedene Varianten unter aktuellen Kriterien nochmals gegeneinander abgewogen werden. Das ist möglich, wenn es politisch gewollt ist!

Insbesondere Nachhaltigkeit und Klimaschutz müssen viel stärker berücksichtigt werden. Die SPD zieht sich hier aus der ökologischen Verantwortung und zeigt damit, dass sie die Zeichen der Zeit verkannt hat. Sie lenkt damit zudem von ihrer eigenen Gespaltenheit ab. Auch der SPD-Ortsverband Nehren und SPD-Mitglieder aus Mössingen haben sich gegen diese Trasse ausgesprochen. Ihre Partei lässt sie im Stich.

Wir hoffen weiterhin auf ein Umdenken bei unserer Kolleginnen und Kollegen der SPD und innerhalb der Bundesregierung.

Wir Grünen haben die vorliegende Trassenplanung schon immer, also bereits vor Jahrzehnten, abgelehnt. Unser Vorschlag einer Deckeltrasse durch Ofterdingen, nach dem Beispiel von Dußlingen, ist das Angebot einer konstruktiven Lösung. Sie kann im Rahmen des bestehenden Verkehrswegeplans sehr viel zeitnaher umgesetzt werden als die komplizierte und zerstörerische Endelbergtrasse, wenn sich die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien CDU/CSU und SPD bewegen."

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