Pressemitteilung

Klima vor Ort schützen! - Abgeordnetenspalte vom 17.5.2019

„Klimaschutz kann nicht national gelöst werden.“ Diese Antwort erhält man dieser Tage reflexartig, wenn es um konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen geht.

Doch dieser Satz führt in die Irre. So einfach darf man Verantwortung nicht von sich wegschieben! Der Verweis auf die Anderen ist immer die einfachste Methode um sich komplexer Probleme zu entledigen. Die zentrale Frage muss vielmehr lauten: Was ist jetzt und hier konkret möglich?

In Baden-Württemberg gehen wir voran. Wichtig ist, dass die Maßnahmen nicht Stückwerk bleiben. Ein ganzheitliches Konzept, mit einem CO2- Minderungsprogramm, bei dem die öffentliche Hand durch nachhaltige, energieeffiziente Sanierung als Vorbild vorangeht. Das Land fördert zum Beispiel Investitionen in die energetische Sanierung der Gebäudehülle, in die technische Gebäudeausstattung und in die Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien, das hilft dem Klima und mindert Betriebskosten. Voran geht Baden-Württemberg mit anderen Regionen auch in der Under-2-Coalition. Auf subnationaler Ebene zeigen Bundesstaaten, Länder, (Autonome) Regionen und Kommunen aus sechs Kontinenten, dass eine ambitionierte Klimaschutzpolitik sehr wohl möglich ist - und dass wir mit diesem Ziel alles andere als allein sind, sondern weltweit viele Verbündete haben. Dazu findet ein enger Austausch in allen für die Klimapolitik relevanten Bereichen statt: Energieeffizienz, Verkehr und Transport, Schutz der natürlichen Ressourcen und Verringerung des Abfallaufkommens, Wissenschaft und Technologie sowie kurzlebige klimaschädliche Stoffe. Inzwischen beteiligen sich mehr als 220 Staaten und Regionen an dieser Koalition. Die Under-2-Coalition repräsentiert damit mehr als 1,3 Milliarden Menschen aus über 40 Staaten und rund 43 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. 

Anstatt in der aktuellen Debatte immer nur zu sagen, was alles nicht geht, gehört endlich klar auf den Tisch, was heute schon alles möglich ist und möglich sein muss, damit die Klimaziele erreicht werden können! Der größtmögliche Hebel ist natürlich Europa. Doch wirksame Maßnahmen können auch auf kommunaler Ebene getroffen werden. Wir müssen also nicht auf Berlin oder Brüssel warten. Effektiver Klimaschutz kann auch regional angepackt werden.

Wir alle haben am 26. Mai die Möglichkeit unsere Stimme abzugeben. Jede Stimme zählt!

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