Pressemitteilung

Landesgelder für Fahrrad-Projekte im Kreis - Das Radwege-Förderprogramm greift an vielen Orten in und um Tübingen

Stuttgart/Tübingen. 58 Millionen Euro stellt das Land Baden-Württemberg dieses Jahr für Rad- und Fußwege zur Verfügung. Das Land hat am Montag bekannt gegeben, wohin die Fördergelder fließen werden. Stadt und Kreis Tübingen bekommen für zahlreiche Projekte Gelder aus diesem Topf. „Radfahren ist aktiver Klimaschutz“, sagt der Tübinger Landtagsabgeordnete der Grünen, Daniel Lede Abal. „Wirklich gut, dass wir den Radlerinnen und Radlern nun vielerorts das Fahren und Abstellen erleichtern.“

Ein großer Teil der Landesgelder ist diesmal fürs Tübinger Stadtgebiet bestimmt: für die drei neuen Radwegbrücken Ost (am Stauwehr), Mitte (über die Steinlach in Verlängerung der Wöhrdstraße) und West (zwischen Derendingen und den westlichen Ausläufern des Bahnhofs). Außerdem für Infrastruktur, die rund um den Hauptbahnhof und die Neuordnung des Europaplatzes neu entsteht: neue Fahrrad-Abstellanlagen am südlichen Bahnhofs-Vorplatz, die Neuordnung der Fahrrad-Parkierung im Bereich der Abstellanlage Thiepval-Kaserne, die Fahrrad-Abstellanlage im Bereich der ehemaligen Expressguthalle und die zentrale Radstation am Europaplatz. Hinzu kommen Fahrrad-Schutzstreifen in der Weststadt (Belthlestraße, Herrenberger Straße, Schnarrenbergstraße). Weitere Projekte im Kreis stehen ebenfalls auf der Liste: der Geh- und Radweg von Belsen nach Mössingen, eine Querungshilfe bei Belsen sowie ein Radweg zwischen Gültstein und Altingen.

Immer mehr Menschen nutzen im Alltag ein Fahrrad – nicht zuletzt jetzt in den durch Corona geprägten Wochen. „Damit Radfahren attraktiv ist und bleibt, müssen wir Geld ausgeben für ein möglichst lückenloses Netz und gut ausgebaute Wege“, sagt der Grüne Lede Abal. „Mich freut es, dass das Verkehrsministerium so viele unserer Projekte in Stadt und Kreis Tübingen als förderungswürdig einstuft. Wir profitieren stark vom diesjährigen Förderprogramm.“
Neu aufgenommen in das Förderprogramm für Rad- und Fußverkehr wurden Bauvorhaben mit einer Förderhöhe von etwa 58 Millionen Euro. Dies ist eine Verdreifachung innerhalb von zwei Jahren. 2019 betrug die Förderung 30 Millionen Euro, 2018 noch 18 Millionen. Aktuell setzt das Programm die Förder-Schwerpunkte bei neuen Radwegen, Schutz- und Radfahrstreifen sowie Abstellanlagen. Es sind etliche große Projekte dabei: Mehr als 90 der Vorhaben im Land sind mit Infrastruktur-Investitionen in Millionenhöhe verbunden.

Lede Abal sagt: „Den Radverkehr zu fördern spielt eine wichtige Rolle für die Verkehrswende hier im Land. Wir Grünen wollen, dass Baden-Württemberg ein Wegbereiter für nachhaltige Mobilität wird. Unser Ziel ist es, dass wir den Anteil des Radverkehrs bis 2030 auf 20 Prozent verdoppeln können. Das funktioniert, wenn immer mehr Menschen ihren Weg zum Arbeitsplatz mit dem Rad zurücklegen. Wir wollen dafür sorgen, dass Pendeln mit dem Rad schnell und sicher ist.“
Auch die Konjunktur werde durch das Landesprogramm gefördert, sagt Lede Abal, „das ist gerade jetzt sicher hilfreich. Gerade die mittelständische regionale Bauwirtschaft kann davon profitieren.“

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