Pressemitteilung

Land fördert zwei Kulturprojekte in Tübingen

Stuttgart/Tübingen. Das Land Baden-Württemberg will diesen Sommer gezielt etwas für die Kultur tun: Es gibt einen Masterplan und ein Förderprogramm, das nun auch zwei Tübinger Kultur-Einrichtungen unterstützt. Das Harlekin-Theater erhält 11.500 Euro für den „Theatersport“. Das „Kunsthalle Open Air“ der Kunsthalle Tübingen wird mit 14.100 Euro gestärkt.

„Kunst trotz Abstand“ ist der Titel des Masterplans. Auf diesem Weg will das Stuttgarter Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst dem Kulturbetrieb in Corona-Zeiten Perspektiven bieten. Kurzfristig wurde das Sonderprogramm „Kultur Sommer 2020“ auf die Beine gestellt und mit insgesamt 2,5 Millionen Euro ausgestattet, die nach und nach in vier Förderrunden ausbezahlt werden sollen. Rund 900.000 Euro sind nun in der ersten Förderrunde an insgesamt 44 Einrichtungen im Land vergeben worden.

„Das Land zeigt auf diesem Weg, dass Kultur wichtig ist. Wir wünschen uns, dass die Menschen auch in Zeiten von Corona Kunst erleben und selbst künstlerisch tätig werden, draußen an der frischen Luft“, sagt der Tübinger Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal (Grüne). Ihn freut’s, dass die Tübingerinnen und Tübinger gleich in der ersten Förderrunde profitieren: „Es ist einfach wichtig, dass wir den Kulturbetrieb wieder schrittweise öffnen. Denn gerade in dieser gesellschaftlichen Krisensituation fehlt uns doch die Kultur mit ihren Möglichkeiten und Angeboten: Kultur als Ausdruck, als Ort der Kontaktaufnahme, der kreativen Lösungen und der Unterhaltung. Kultur auch als eine Chance, eine Pause vom Alltag machen zu können.“

Zugleich macht Daniel Lede Abal deutlich: „Der Kulturbereich auf absehbare Zeit leider nicht zurückkehren können in seinen Zustand vor der Corona-Krise. Es wird bei Einschränkungen bleiben müssen, einfach weil der Gesundheitsschutz aller aktiv Beteiligten und des Publikums höchste Priorität genießt und wir die Zahl der Infektionen so gering wie möglich halten müssen. Wir müssen die Balance halten zwischen Gesundheitsschutz und öffentlichem kulturellem Leben, und diese Balance gilt es auszugestalten. Die Tübinger Projekte zeigen, wie das aussehen kann.“

 

Zum Programm „Kultur Sommer 2020“:

„Kultur Sommer 2020“ ist ein Programm für Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur, die besonders betroffen sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Gefördert werden kleinere analoge Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen, die sich umsetzen lassen, während man die bestehenden Auflagen und rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt. Es geht ganz gezielt um Veranstaltungen im Sommer.

Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen (zum Beispiel Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos, Clubs) ebenso wie Vereine der Breitenkultur. Der Sitz muss in Baden-Württemberg sein.
Eine externe Jury wählt aus, wer gefördert wird. Die Fördersummen können zwischen 5000 und 50.000 Euro liegen. Bis Mitte Juli können Anträge eingereicht werden.

Die Unterstützung des Landes darf man nutzen, um Gagen und Honorare für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler aller Sparten zu bezahlen oder auch für Honorarkosten von Chorleitern oder Dirigenten. Die Förderungen können auch dafür genutzt werden, die Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz zu treffen.
Das Sommerprogramm ist ein Teil des Masterplans „Kunst trotz Abstand“. Für dieses Notprogramm zugunsten von Kunst und Kultur stellt das Land Baden-Württemberg insgesamt 50 Millionen Euro bereit.

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