Pressemitteilung

KBF bekommt 100.000 Euro vom Land für Wohngemeinschaften in Rottenburg. MdL Lede Abal: „Diese Einrichtung hat Vorbildcharakter

STUTTGART/TÜBINGEN. 100.000 Fördergelder vom Land Baden-Württemberg gibt es für ambulant betreute Wohngemeinschaften in Rottenburg. Die KBF (Körperbehindertenförderung Neckar-Alb) bietet dort Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, selbstbestimmt und zugleich sicher zu wohnen und leben. Der Tübinger Grünen-Abgeordnete Daniel Lede Abal freut sich mit: „Für die Wohngemeinschaften ist es toll, dass sie nun diese Unterstützung bekommen. Ich bin mir sicher, dass es für jede und jeden dort einen großen Unterschied macht, zu einer solchen Wohngemeinschaft zu gehören. Ich freue mich außerdem für den Träger, für den diese Förderung zugleich eine Anerkennung für die gute Arbeit bedeutet.“

Insgesamt sind es 2,4 Millionen Euro, mit denen das Land Projekte fördert, die mit ihrem innovativen Ansatz die Pflegelandschaft in Baden-Württemberg weiterentwickeln und verbessern sollen. Die Rottenburger Wohngemeinschaften bieten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die Gelegenheit, ihr Leben so weit wie möglich selbst zu gestalten und mit Unterstützung selbstständiger zu werden. Wer dort lebt, hat ein eigenständiges Mietverhältnis und erhält sozialpädagogische Betreuung, je nach Bedarf drei bis 15 Stunden pro Woche. Dazu gehören beispielsweise Hilfen bei Behördengängen und bei gesundheitlichen Fragen, hauswirtschaftliche und lebenspraktische Hilfeleistungen, aber auch Freizeitplanung und Gruppenangebote. Hinzu kommen nach Bedarf zusätzliche Pflege- und Unterstützungsleistungen.

„Hier werden wirklich individuelle Wege geebnet – das ist wertvoll. Dieses Angebot der KBF hat Vorbildcharakter. Die Fördergelder werden genau an der richtigen Stelle eingesetzt!“, sagt MdL Lede Abal. „Es ist wichtig, dass es überall im Land solche Möglichkeiten gibt, damit Menschen mit Unterstützungs-, Betreuungs- und Pflegebedarf in ihrer vertrauten Umgebung ein selbstbestimmtes Leben führen können. Genau dazu wollen wir mit Landesgeldern beitragen.“

Insgesamt 15 Projekte im Land werden im Rahmen des „Innovationsprogramms Pflege“ des Stuttgarter Sozial- und Integrationsministeriums dieses Jahr gefördert, wie Minister Manne Lucha am gestrigen Donnerstag bekanntgab. Neben ambulant betreuten Wohnprojekten lag ein weiterer thematischer Schwerpunkt auf der Entlastung von pflegenden Angehörigen: Unterstützung bekommen Projekte der Nacht- und Tagespflege sowie der Kurzzeitpflege, ein Augenmerk liegt auf bedarfsgerechten Öffnungszeiten.

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