Pressemitteilung

Geld vom Land für vier Kultur-Einrichtungen

MdL Lede Abal (GRÜNE): „Kultur in kleinem Rahmen trotz Corona ermöglichen“

Stuttgart/Tübingen. Das Land fördert während der Corona-Pandemie auch Kultureinrichtungen. Nun wurde bekannt, an wen jetzt bei einer zweiten Förderrunde die Gelder gehen. Vier Tübinger Einrichtungen sind dabei: das Institut Culturel Franco-Allemand, das Sudhaus, das freie Theater GOBELIN und der Verein Vielklang. „Sie zeigen vorbildlich, wie Kunst und Kultur auch unter schwierigen Bedingungen stattfinden können“, sagt der Tübinger Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal von den Grünen.

Das Deutsch-Französische Kulturinstitut Tübingen (Institut Culturel Franco-Allemand) bekommt den Zuschuss für das Konzept „L’art au-delà des gestes barrières – de nouveaux formats“, das einen Rahmen schafft für Kunstaustellungen, Kinoaufführungen und Bühnenkunst; hierfür gibt das Land 18.796 Euro. Im Soziokulturellen Zentrum Sudhaus wurde das Format „Kunst trotz Abstand im Sudhaus“ entwickelt, für Konzerte, Kabarett und Theater – das Land fördert mit 44.082 Euro. 29.715 Euro bekommt das freie Theater GOBELIN mit seinen Aufführungen „Tiefe trotz Abstand“. Der Verein Vielklang erhält für die KlassikSchmiede mit der Konzertreihe „vielklang Tour Edition“ insgesamt 46.400 Euro.

Die Zahlungen stammen aus einem Fördertopf des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Es war die zweite von geplanten drei Förderrunden des grün-geführten Ministeriums im Rahmen des Impulsprogramms „Kunst trotz Abstand“. Die Landesregierung will dafür sorgen, dass Musik, Schauspiel, Kino oder bildende Kunst in kleinerem Rahmen auch während der Corona-Pandemie möglich bleiben.
Aus Sicht des grünen Landtagsabgeordneten Lede Abal eine gute Sache: „Wir wissen, dass es Kulturschaffende momentan alles andere als leicht haben. Die geltenden Hygienestandards machen den Spielbetrieb, wie wir ihn in alter Form kennen, jetzt und auch auf absehbare Zeit unmöglich. Aber wir brauchen Kultur, auch in Zeiten von Corona. Wir müssen diese schwierige Balance hinbekommen zwischen Gesundheitsschutz einerseits und öffentlichem kulturellem Leben andererseits.“
Für die jetzige zweite Förderrunde wurden 62 Projekte ausgewählt, sie bekommen in der Summe 1,7 Mio. Euro. „Das Land ist ein verlässlicher Partner der Kulturszene, gerade jetzt unter Pandemiebedingungen“, sagt Daniel Lede Abal.
Zum Programm „Kunst trotz Abstand“:
Das Impulsprogramm „Kunst Trotz Abstand“ schließt an das Programm „Kultur Sommer 2020“ an. Es richtet sich an Kultureinrichtungen, Vereine der Breitenkultur sowie freischaffende Künstlerinnen und Künstlern mit insgesamt 7,5 Mio. Euro. Die Mittel stammen aus dem Corona-Hilfsprogramm für Kunst und Kultur. Gefördert werden speziell Darbietungen, Konzepte und Formate, die trotz der derzeitigen Auflagen umgesetzt werden können.

Zu den Corona-Hilfen für den Kulturbereich:
Das Impulsprogramm ist ein Baustein von vielen zur Unterstützung des Kulturbereiches während der Corona-Pandemie. Insgesamt stellte und stellt das Land Baden-Württemberg der Kultur bisher mehr als 200 Millionen Euro an Corona-Hilfen zur Verfügung. Mehr als 75 Mio. Euro flossen über die Soforthilfen an Künstlerinnen und Künstler. Bundesweit einmalig bleibt hier die Aufstockung der Überbrückungshilfe des Bundes um einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von 1180 Euro durch das Land. Hinzukommen ein Corona-Hilfsfonds für Kunst- und Kultureinrichtungen (32,5 Mio.), ein Soforthilfeprogramm für die Vereine der Breitenkultur (10 Mio.) und die Programme „Kultur Sommer 2020“ (4 Mio.) sowie das jetzt gestartete Nachfolgeprogramm „Kunst trotz Abstand“.

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