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Statement der grünen Fraktion zum Einsatz von Asylbewerbern als Erntehelfer

"Für alle, die jetzt einspringen, muss es eine klare Anschlussperspektive geben!"

Zur heutigen Ankündigung von Innenminister Strobl, Asylbewerber mit Bleibeperspektive im Bereich der Ernte einzusetzen, erklären Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Fraktion GRÜNE, und Uli Sckerl, innenpolitischer Sprecher: 

„Wir haben Innenminister Strobl in einem Schreiben vom 31. März aufgefordert, in der Corona-Krise Geflüchteten den Weg zum Arbeitsmarkt zu öffnen. Wir freuen uns, dass diese Initiative nun aufgegriffen wird und der Einsatz im Bereich der Ernte ermöglicht werden soll. 

Wir setzen in der aktuellen Situation auf eine offensive Erteilungs- und Verlängerungspraxis. Das muss auch für Asylsuchende, die noch im Verfahren sind sowie bei Personen, die entsprechende Aufenthaltserlaubnisse oder Duldungen beantragt haben oder diese nun verlängern wollen, gelten. Wir sind der Auffassung, dass hier ein klares öffentliches Interesse an der Ausstellung von Ermessensduldungen besteht. Dies gilt abseits vom Sektor Landwirtschaft unseres Erachtens in allen Bereichen, in denen die aktuelle pandemische Situation zu einem erhöhten Bedarf an Arbeitskräften führt, beispielsweise auch im pflegerischen und medizinischen Bereich. Diese Fragen werden wir mit dem Innenminister besprechen. Es bedarf jetzt schneller, pragmatischer Lösungen!

Klar sein muss aber auch: Für alle, die jetzt einspringen und einen Dienst an unserer Gesellschaft leisten, muss es auch eine klare Anschlussperspektive geben. Sie sollten nicht befürchten müssen, anschließend abgeschoben zu werden.“

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