News

Maskepflicht ab dem 27.04.

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz zur beschlossenen Maskenregelung beim Einkaufen und im Nahverkehr:

„Es ist die richtige Entscheidung, dass in Baden-Württemberg künftig jeder eine Schutzmaske beim Einkaufen oder Benutzen von Bussen und Bahnen tragen soll. Ein einfaches Tuch, ein Schal oder eine selbstgebastelte Maske reichen hierfür aus. Wer einen solchen Mund-Nasen-Schutz benutzt, verringert die Infektionsgefahr für andere und leistet einen wichtigen Beitrag gegen die Ausbreitung von Covid-19 im öffentlichen Raum.

Nach den ersten Lockerungen ist es Zeit für diesen nächsten Schritt: Eine Alltagsmaske, die die Infizierung unter den Bürgerinnen und Bürgern wechselseitig reduziert, trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, die befürchtete zweite Corona-Welle zu verhindern.

Damit das gesellschaftliche Leben weiter zurück zur Normalität findet, führt kein Weg daran vorbei, die gesamte Bevölkerung mit Alltagsmasken zu versorgen. Produktionskapazitäten müssen hierfür erhöht und koordiniert werden. Für die Zukunft muss sich Deutschland aus der Abhängigkeit von ausländischen Produzenten befreien und in der Lage sein wie andere Länder einen Großteil seiner Medizingüter selbst herzustellen.“

 

 

Was Sie zur Maskenpflicht wissen müssen:

 

Wer muss alles eine Maske tragen?

Alle über sechs Jahre.

 

Wo überall gilt die Maskenpflicht?

In Bussen und Bahnen, sowie an Bahn- und Bussteigen. In den Verkaufsräumen von Geschäften und in Einkaufszentren, d.h. nicht nur in den Läden an sich, sondern auch dort, wo die Geschäfte untergebracht sind.

 

Gibt es Ausnahmen?

  • Wenn das Tragen aus medizinischen Gründen unzumutbar ist (etwa bei Asthma-Patienten oder Handicaps) oder
    wenn aus sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist oder
  • Wenn andere Vorrichtungen bestehen, die einen vergleichbaren Schutz gewährleisten, dann reichen diese aus, beispielsweise Plexiglasscheiben


Was passiert, wenn man gegen die Maskenpflicht verstößt?

  • Verstöße gegen die Corona-Verordnung können eine Ordnungswidrigkeit darstellen und ein Bußgeld nach sich ziehen.
  • Der Verstoß gegen die Maskenpflicht ist in der neuen Verordnung noch nicht als Ordnungswidrigkeit aufgenommen und der Bußgeldkatalog zur Corona-VO noch nicht angepasst worden. Dies soll aber noch folgen und soll ab 4. Mai voraussichtlich mit einem Bußgeld von 12-15 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht belegt werden.

 

Warum gilt die Maskenpflicht nicht in Schulen?

Die Maskenpflicht gilt nicht für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Dies ist aus Sicht des Kultusministeriums – bei entsprechendem Sicherheitsabstand - nicht erforderlich. Wenn jemand trotzdem eine Maske tragen möchte, spricht nichts dagegen. Für die Fahrt zur Schule, ist jedoch ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Für den Schulbetrieb ist es unerlässlich, dass die Hygienevorgaben zum Infektionsschutz eingehalten werden. Aus diesem Grund wird der Schulbetrieb aktuell gründlich vorbereitet und sorgsam mit allen Beteiligten abgestimmt. Hierzu hat das Kumi Hygienehinweise entwickelt und den Schulen und Schulträgern zur Verfügung gestellt. Die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte werden sich in kleinen Gruppen bewegen, so dass die Abstandsgebote eingehalten werden können.

 

Darum befürworten wir Grüne die Maskenpflicht:

  • Wer einen Mund-Nasen-Schutz benutzt, verringert die Infektionsgefahr für andere und leistet einen wichtigen Beitrag gegen die Ausbreitung von Covid-19 im öffentlichen Raum.
  • Dem Robert-Koch-Institut zufolge kann eine Maske eine Virenübertragung reduzieren. Vor allem, weil auch Menschen erkrankt sein können, die keine oder wenige Symptome zeigen
  • Das Tragen einer Maske ist auch Höflichkeit und Solidarität, um Risikogruppen nicht in Gefahr zu bringen. Wichtig ist aber: Die Maskenpflicht ergänzt die Abstands- und Hygieneregeln und ersetzt diese nicht. Dies muss zwingend beachtet werden.
  • Nach den ersten Lockerungen ist es Zeit für diesen nächsten Schritt: Eine Alltagsmaske, die die Infizierung unter den Bürgerinnen und Bürgern wechselseitig reduziert, trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, die befürchtete zweite Corona-Welle zu verhindern.

 

Das Sozialministerium bietet Anleitungen zum Selberbasteln der Masken.

Zurück