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Soforthilfe für Kultur und Kreative

Kunst, Kultur und Kreative: Auch in diesem Bereich sind schon jetzt viele Existenzen bedroht. Deswegen hat das Land seine unbürokratische, schnelle Soforthilfe speziell auch für diese Gruppe geöffnet. Ich finde das richtig und wichtig. Unsere Gesellschaft lebt auch von ihrer großen, bunten Kulturszene.
Ab heute, Mittwoch, 25. März, können dafür Anträge gestellt werden. Das Antragsformular soll ab Mittwochabend online verfügbar sein.
Weitere Infos gibt es beim Wissenschaftsministerium: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/kunst-kultur/kultursparten/unterstuetzung-kulturbetriebe-coronavirus/
Den Antrag wird das Wirtschaftsministerium online anbieten, ab heute Abend. Hier nachschauen, bitte: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Wie sieht die Hilfe aus?
Wer in einer existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Schieflage ist oder massive Liquiditätsengpässe hat, kann den Antrag stellen. Der Zuschuss des Landes ist für drei Monate, einmalig und muss nicht zurückgezahlt werden.
Es gelten Obergrenzen für die Fördersummen:
9.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten sowie für Soloselbstständige
15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigen
30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigen

Wie läuft das ab?
Das Antragsformular und die ebenfalls nötige De-minimis-Erklärung abrufen, ausfüllen und unterschreiben, mitsamt den auf dem Formular vorgesehenen Erklärungen.
Das eingescannte Formular hochladen – eine Anleitung dafür bietet unsere regionale IHK hier: https://www.reutlingen.ihk.de/header/presse/mitteilung/so-laeuft-das-antragsverfahren/
Im nächsten Schritt bestätigt die zuständige Kammer die Antragsberechtigung. Dann wird der qualifizierte Antrag an die L-Bank zur Bewilligung weitergeleitet.
Die L-Bank überweist die Finanzhilfe direkt auf das Konto des Antragstellers oder Zuschussempfängers.

Wer kann das beantragen?
Das Land hat einige Voraussetzungen definiert. Der Wohnsitz des Soloselbstständigen oder Hauptsitz des Unternehmens muss in Baden-Württemberg liegen. Das ausbleibende Einkommen muss das Haupteinkommen sein oder ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts.
Angesprochen sind Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe sowie Klein- und Kleinstunternehmen aus dem Kulturbereich mit maximal 50 Beschäftigten.
Hier einige Beispiele:
Soloselbstständige: bildende oder darstellende Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker, Chorleiterinnen und Chorleiter, Kreativschaffende, Designerinnen und Designer, Architektinnen und Architekten.
Angehörige der Freien Berufe: freischaffende bildende oder darstellende Künstlerinnen und Künstler, Kunst- und Theaterpädagoginnen und -pädagogen, Musikerinnen und Musiker, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Journalistinnen und Journalisten, Übersetzerinnen und Übersetzer.
Klein- und Kleinstunternehmen: Privattheater, privat getragene Musikensembles, private Musikschulen und Kunstschulen, private Museen, Galerien und Kunsthändler, Künstleragenturen, Kleinkunstbühnen, Soziokulturelle Zentren, Kinos, Designbüros, Aus- und Fortbildungseinrichtungen für künstlerische und publizistische Tätigkeiten.
Für Musikschulen und Musikvereine gibt es derzeit noch keine Regelungen, aber wir streben sie an.

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